Sehr geehrter Herr Pfarrer,
ehrwürdige Schwestern und Brüder,
sehr geehrte Damen und Herren,
bedrückende Nachrichten erreichen uns aus Venezuela: Schwere Erdbeben haben am 24. Juni weite Teile des Landes erschüttert und eine ohnehin schwer belastete Bevölkerung in eine weitere humanitäre Notlage gestürzt. Nach offiziellen Angaben von Sonntag, 5. Juli 2026, sind bislang mehr als 3.340 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 15.400 Menschen wurden verletzt, 17.345 sind obdachlos. Zehntausende werden weiterhin vermisst.
Besonders betroffen ist die Küstenregion rund um Puerto Cabello, wo zahlreiche Häuser eingestürzt sind. Die Kommunikation ist durch Ausfälle von Telefon- und Internetverbindungen erheblich eingeschränkt und erschwert die Koordinierung der Hilfsmaßnahmen.
Für die Menschen in Venezuela bedeutet das Erdbeben eine Katastrophe in der Katastrophe. Das Land leidet bereits seit Jahren unter einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise. Millionen Menschen leben in Armut, sind von Ernährungsunsicherheit betroffen und haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung.
Caritas international steht in engem Kontakt mit den lokalen Partnerorganisationen und stellt eine Million Euro für die Soforthilfe bereit. Die ersten Hilfsmaßnahmen sind bereits angelaufen. Jetzt kommt es darauf an, die betroffenen Menschen mit lebenswichtigen Hilfsgütern zu versorgen und sie in dieser schwierigen Situation nicht allein zu lassen.
Bitte helfen Sie den Erdbebenopfern in Venezuela! Wir laden Sie deshalb herzlich ein, am kommenden Wochenende bei einer Sonderkollekte Spenden für die Opfer des Erdbebens in Venezuela zu sammeln. Ebenfalls bitten wir Sie, die Situation in den Fürbitten zu benennen.
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Pfr. Jan Nienkerke Stephan Jentgens
Generalvikar Diözesancaritasdirektor